Zecken können das FSME-Virus nicht nur in Deutschland übertragen. Auch in anderen Teilen Europas ist das Virus weit verbreitet. Das Europäische Zentrum für Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) weist für das Jahr 2022 insgesamt 3.516 bestätigte FSME-Fälle in 20 europäischen Ländern aus.1,2 Je nach Land und Region kommt das Virus dabei unterschiedlich häufig vor, was unterschiedlich viele FSME-Fälle pro Land zur Folge hat. Zudem ist die Datenlage nicht in jedem Land eindeutig.
Die Verbeitungskarte FSME der EU unten zeigt die FSME-Situation in den europäischen Ländern. Da es bisher keine einheitliche und länderübergreifende Definition für „FSME-Risikogebiete“ gibt, beziehen sich die nachfolgenden Angaben zu den Ländern und Regionen auf FSME-Vorkommen, gemeldete FSME-Fälle und bestehende FSME-Impfempfehlungen von offiziellen Organisationen wie dem Auswärtigen Amt oder von reisemedizinischen Beratungsstellen wie dem Centrum für Reisemedizin (CRM).3 Wer den nächsten Urlaub oder Ausflug bereits geplant hat, kann ein schnelles Impfschema nutzen. Mit dieser sogenannten Schnellimmunisierung kann innerhalb weniger Wochen ein FSME-Impfschutz für die aktuelle Zeckensaison aufgebaut werden. Die dritte Impfung im Herbst bzw. Winter schließt die Grundimmunisierung ab und sorgt für den Dreijahresschutz. Wer bereits gegen FSME geimpft ist, sollte überprüfen, ob der Impfstatus noch aktuell ist. Bei Fragen hilft der Hausarzt oder die Hausärztin.
Damit es gar nicht erst zu einem Zeckenstich kommt, sollten Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, darunter das Tragen langer, geschlossener Kleidung, die Verwendung von Anti-Zeckensprays und das Absuchen des Körpers nach jedem Aufenthalt in der Natur.
Verbreitung der FSME in Europa

Quellen:
1. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Tick-borne encephalitis. Annual Epidemiological Report for 2022. 1-7. https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/tick-borne-encephalistis-annual-epidemiological-report-2022_0.pdf. Aufgerufen am 4.3.2025
2. Europa: Länder bzw. Regionen, wo FSME gefunden wurde. Quelle: Dobler G et al (Hrsg.): The TBE Book, 6th edition, Global Health Press Singapore 2023.
3. Robert Koch-Institut (RKI). FSME-Risikogebiete in Deutschland (Stand: Februar 2025). Epid Bull 2025; 9:3-23